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Netto-Police und Honorarberatung
Vermögensaufbau

Nettopolice: Vermögensaufbau ohne einkalkulierte Abschlusskosten

Wer über eine Versicherung fürs Alter spart, kann zwischen zwei Tarifwelten wählen. Der Unterschied klingt technisch, entscheidet aber über mehrere tausend Euro Guthaben. Wir arbeiten mit den Nettotarifen von myLife und HonorarKonzept – und wir erklären Ihnen beide Wege, bevor Sie sich entscheiden.

Die klassische Bruttopolice

Der Standardtarif bei Banken, Vertrieben und Versicherungsvertretern. Die Abschluss- und Vertriebskosten sind in den Beitrag einkalkuliert – üblich sind rund 2,5 bis 5 Prozent der gesamten Beitragssumme.

Sie werden in den ersten fünf Jahren verrechnet. In dieser Zeit fließt ein erheblicher Teil Ihrer Beiträge nicht in die Anlage. Dazu kommen häufig aktiv gemanagte Fonds mit 1,5 bis 2 Prozent laufenden Kosten pro Jahr.

Die Nettopolice

Ein Tarif ohne einkalkulierte Abschluss- und Vertriebskosten. Ihr Beitrag fließt vom ersten Euro an vollständig in die Anlage.

Sie wählen aus kostengünstigen Indexfonds – interne Verwaltungskosten ab etwa 0,07 Prozent pro Jahr. Unsere Vergütung vereinbaren wir dafür separat und schriftlich mit Ihnen, statt sie im Produkt zu verstecken.

MerkmalBruttopoliceNettopolice
Abschluss- und Vertriebskostenim Beitrag einkalkuliertnicht einkalkuliert
Guthaben in den ersten Jahrendurch Kostenverrechnung gemindertIhr Beitrag arbeitet ab dem ersten Monat
Unsere VergütungCourtage über den Versichererseparat mit Ihnen vereinbart
Fondsauswahloft aktiv gemanagte Fondskostengünstige Indexfonds und Sachwerte

Zwei Wege – Sie entscheiden

Mit Vergütungsvereinbarung

Sie schließen eine Nettopolice ab und vereinbaren mit uns schriftlich, was unsere Einrichtung und Betreuung kostet. Dafür fließt Ihr Beitrag vollständig in die Anlage. Das lohnt sich vor allem bei langen Laufzeiten und höheren Beiträgen.

Als klassischer Ver­sicherungs­makler

Sie zahlen uns nichts gesondert. Unsere Vergütung steckt als Courtage im Beitrag des Anbieters. Wir ver­gleichen dafür den gesamten deutschen Markt. Dieser Weg ist einfacher und bei kleineren oder kurzen Verträgen oft der wirtschaftlichere.

Welcher Weg für Sie günstiger ist, rechnen wir Ihnen vor dem Abschluss aus – mit Ihren Zahlen, nicht mit Beispielen.

Produktpartner

Mit wem wir Netto-Policen umsetzen

Netto-Tarife gibt es nicht bei jedem Versicherer. Wir arbeiten mit zwei Adressen, die sich genau darauf spezialisiert haben.

myLife Lebensversicherung

Ein Versicherer, der ausschließlich Netto-Tarife anbietet – ohne Provisionen und ohne einkalkulierte Abschlusskosten. Dazu kommen niedrige Verwaltungskosten und eine große Fondsauswahl.

Zur Produktwelt gehören unter anderem myLife Invest, das Depot und Police verbindet, die myLife Fondsrente und myLife Aktiv für laufende Beiträge wie für Einmalanlagen, myLife Basis Aktiv als staatlich geförderte Basisrente sowie Lösungen für die betriebliche Altersversorgung.

Über das Kundenportal myInfoPoint sehen Sie Ihre Vertragsdaten tagesaktuell.

HonorarKonzept

Eine Plattform, über die wir Netto-Tarife mehrerer Anbieter ver­gleichen und abwickeln. Dazu gehören die Beratungssoftware, die Vertragsabwicklung und die laufende Betreuung Ihres Bestands.

Für Sie heißt das: Wir sind nicht auf einen einzigen Netto-Anbieter festgelegt, sondern wählen den Tarif, der zu Ihrer Laufzeit und Ihrem Anlagewunsch passt.

Anlagestrategie

Breit gestreut statt auf Einzelwerte gesetzt

Innerhalb der Police bauen wir ein weltweit gestreutes Portfolio auf. Der Gedanke dahinter ist alt und gut belegt: Wer möglichst breit streut, braucht keine Prognose darüber, welches Unternehmen oder welche Region die nächsten Jahre gewinnt.

Rund 85 Prozent Aktien weltweit

Ein Indexfonds, der zeitgleich in mehrere tausend Unternehmen investiert – große Konzerne, Mittelstand und aufstrebende Firmen aus Industrie- und Schwellenländern.

Langfristiger Erwartungswert nach Kosten: etwa 6 bis 8 Prozent pro Jahr. Interne Fondskosten ab rund 0,07 Prozent.

Rund 15 Prozent Immobilienwerte

Börsennotierte Immobilien- und Wohnungsgesellschaften aus aller Welt. Sachwertanteil ohne den Aufwand und das Klumpenrisiko einer eigenen Immobilie.

Langfristiger Erwartungswert: etwa 4 bis 7 Prozent pro Jahr.

Einmal im Jahr richten wir die Verteilung wieder gerade. Wenn Aktien und Immobilien sich unterschiedlich entwickeln, verschiebt sich Ihr gewünschtes Verhältnis. Dieses Rebalancing findet innerhalb der Police statt – im Depot bei der Bank würde derselbe Vorgang Abgeltungsteuer auf die realisierten Gewinne auslösen.

Wenn die Börse einbricht, können wir gemeinsam in einen schwankungsarmen Geldmarktbaustein wechseln und später über einen Umschichtungsplan in Raten zurück in den Markt gehen. Wichtig zu wissen: Das ist eine Entscheidung, die Sie treffen – sie schützt vor Panikverkäufen, kann aber auch Rendite kosten, wenn die Erholung schnell kommt.

Zu den Renditeangaben: Das sind langfristige Erwartungswerte auf Basis historischer Marktdurchschnitte – keine Zusage und keine Prognose für einzelne Jahre. Kurse schwanken, zwischenzeitliche Verluste von 40 Prozent und mehr hat es an den Aktienmärkten wiederholt gegeben. Vermögensaufbau über Aktien braucht deshalb Zeit und Nerven – wir sagen Ihnen vorher, wie viel von beidem.
Steuerlicher Rahmen

Warum der Versicherungsmantel steuerlich etwas kann, was das Depot nicht kann

  • Während der Ansparphase fällt innerhalb der Police keine Abgeltungsteuer an – weder bei Fondswechseln noch beim jährlichen Rebalancing, und es gibt keine Vorabpauschale.
  • Bei Auszahlung ab dem 62. Lebensjahr und nach mindestens zwölf Jahren Laufzeit wird nur die Hälfte des Ertrags mit Ihrem persönlichen Steuersatz angesetzt.
  • Im Todesfall wird die Leistung an die benannte bezugsberechtigte Person ohne Einkommensteuer auf die Erträge ausgezahlt – und ohne dass ein Erbschein abgewartet werden muss. Die Erbschaft- und Schenkungsteuer bleibt davon unberührt.
Bitte beachten: Wir sind Ver­sicherungs­makler nach § 34d Abs. 1 GewO – keine Steuerberater und keine Rechtsanwälte. Was hier steht, ist eine allgemeine Einordnung des geltenden Rahmens und ersetzt keine steuerliche oder rechtliche Beratung im Einzelfall. Steuergesetze ändern sich; ob eine Gestaltung für Sie passt, klären wir gemeinsam mit Ihrer Steuerberaterin oder Ihrem Steuerberater.
Einordnung

Wann sich eine Netto-Police rechnet – und wann nicht

Sinnvoll, wenn …

… Sie langfristig sparen, also über 15 Jahre und mehr.

… Sie einen größeren Beitrag oder eine Einmalanlage einbringen.

… Sie den Kostenvorteil über die gesamte Laufzeit mitnehmen wollen.

… Sie genau sehen wollen, was die Beratung kostet.

Eher nicht, wenn …

… die Laufzeit kurz ist oder der Beitrag klein bleibt.

… Sie den Vertrag voraussichtlich in wenigen Jahren wieder beenden.

… Sie eine Vergütung lieber im Beitrag verrechnet sehen als separat zahlen.

Wir rechnen beide Varianten mit Ihren Zahlen durch, bevor Sie sich festlegen. Wenn die klassische Police für Sie günstiger ist, sagen wir Ihnen das.

Häufige Fragen

Was uns dazu am häufigsten gefragt wird

Ist eine Netto-Police automatisch besser?
Nein. Sie ist in der Kostenstruktur günstiger, dafür zahlen Sie unsere Vergütung gesondert. Ob unterm Strich mehr für Sie übrig bleibt, hängt von Beitrag, Laufzeit und Anlage ab.

Was passiert, wenn ich den Vertrag vorzeitig beende?
Die Vergütungsvereinbarung läuft in der Regel unabhängig vom Versicherungsvertrag weiter. Das besprechen wir vorher im Detail und halten es schriftlich fest.

Ist mein Guthaben garantiert?
Bei fondsgebundenen Tarifen nicht. Ihr Guthaben schwankt mit den Märkten. Ein zwischenzeitlicher Rückgang von 40 Prozent ist bei einer aktienlastigen Anlage möglich. Wer das Geld kurzfristig braucht, ist hier falsch.

Können bestehende Verträge umgestellt werden?
Manchmal ja, oft ist es aber nicht sinnvoll. Wir sehen uns Ihre bestehenden Verträge an, bevor wir etwas empfehlen.

Beraten Sie mich auch steuerlich?
Wir erklären Ihnen die Systematik. Eine verbindliche steuerliche oder rechtliche Beratung dürfen und wollen wir nicht leisten – dafür ist Ihre Steuerberatung oder ein Fachanwalt zuständig.

Rechnen wir es gemeinsam durch

Bringen Sie mit, was da ist. Wir stellen die klassische Police und die Netto-Police mit Ihren Zahlen nebeneinander – und Sie entscheiden danach.